SUBJECT>Neue Folge: Täubling der Woche #19 POSTER>Thüringer-Holz EMAIL>nicflex@gmx.de DATE>1195662922 IP_ADDRESS>193.16.163.243 PASSWORD>aaWEm4xGMGE7o PREVIOUS> NEXT> 131326 131337 131341 131344 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

heute:

Russula xerampelina - Roter Herings-Täubling (Schaeffer 1774) Fries 1838


Hallo liebe Freunde zur vorletzten Folge meiner kleinen Wochenserie. Heute für alle "Fischfreunde" unter uns,
dieser rothütige Vertreter aus der Untersektion "Viridantinae" im Porträt.

Innerhalb des unglaublichen, noch nicht geklärten Artenlabyrinths der Heringstäublinge, gehört R.xerampelina
wohl zu dem am besten beschriebenen.

Hat man durch Heringslaken-Geruch, bräunendes Fleisch und grünliche FeSO4 Reaktion den Heringstäubling
erkannt und ist diese eine rothütige Art der Nadelwälder, kann man sich jegliche mikroskopische Bestimmung
schenken. Meines Wissens ist innerhalb der Heringstäublinge nur R.xerampelina
aus dem Nadelwald beschrieben.

Hut: rot, purpurn, leuchtend purpur-rot, purpur-violett, karmin weinlaubrot, meist mit fast schwarzer Mitte,
bei Regen schmierig, sonst trocken, glanzlos

Lamellen: Anfangs creme, dann buttergelb, ockerfarben, auf Druck bräunend,
an den Schneiden manchmal purpurn

Stiel: weiß, meist rosarot oder purpurn überzogen, manchmal gänzlich knallrot,
bei Berührung bräunlich anlaufend

Fleisch: weiß, derb, mild, nach einiger Zeit bräunend

Oberhaut bis zur Hälfte abziehbar

Geruch: am unbeschädigten Pilz neutral, nach einiger Zeit nach Fisch (Heringslake)

Wert: essbar, guter Speisepilz

Vorkommen: Juli bis November in Nadelwäldern, sandige Kiefernwälder, Fichtenforste,
auch in Hochmooren, selten auch auf Kalk, aber nie direkt unter Laubbäumen

Sporenornament: sehr grobwarzig und schwach gratig

Sporenpulverfarbe: ocker (IIIc)

Das war er nun, der erste Teil des Staffelfinales,
bis gleich zur diesjährig letzten Folge.......