SUBJECT>Eine unheimliche Begegnung der dritten Art POSTER>Gábor EMAIL>gabor.kovacs@web.de DATE>1209565871 IP_ADDRESS>p54BAC390.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaa8/OehUf12o PREVIOUS> NEXT> 137912 137913 137915 137927 137928 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

hatte ich im Übrigen am vergangenen Wochenende, als ich meinen Kohligen Kugelpilz vom Baum schnipselte.

Es kam nämlich eine Joggerin vorbei und stellte mich auch sogleich zur Rede, was ich denn da eigentlich machen würde.

Ich sagte ihr dann, dass ich mir einen Fruchtkörper des Pilzes, für weitere Untersuchungszwecke daheim, vom Baum schneiden möchte.

Es entwickelte sich dann sehr rasch ein hm... aus meiner Sicht ziemlich bizarres Gespräch, denn sie fragte mich mit großem Ernst, ob ich denn vorher den Baum um Erlaubnis gefragt hätte, ihm seinen Pilz wegnehmen zu dürfen. Schließlich könne man ja nicht einfach so daherkommen, um etwas ungefragt und auch noch mit Gewalt wegzunehmen.

Sie wusste schließlich zu berichten, dass sich Bäume dagegen sehr wohl auch zur Wehr zu setzen würden und ermahnte mich zur Vorsicht. Wenn ich schon so frech gewesen bin, dann wäre doch wenigstens eine Opfergabe in Form einer Kupfermünze angebracht. Hierüber würde sich der Baum sicher sehr freuen, denn Kupfer sei in ihrer reinen Form in der Natur sehr begehrt usw, usf...

Es stellte sich dann im weiteren Gesprächsverlauf heraus, dass sie eine homöopathisch behandelnde Ärztin mit scheinbar großem Hang zu Esoterik war.
Sie berichtete mir von einem Pilz mit schier phantastischer Heilwirkung. Nur zu schade, dass dieser Pilz, Ganoderma lucifera(???) lediglich in den unzugänglichen Bergregionen Asiens vorzufinden sei.

Als ich sie dann fragte, ob sie vielleicht den glänzenden Lackporling meinte, war sie sich nicht ganz sicher. Auf jeden fall könne sie sich nicht vorstellen, dass dieser „so kostbare Pilz“ weltweit vorkommen würde und im großen Stil gezüchtet und auch vermarktet werden würde…

Alles ziemlich wirre jedenfalls.
Ich dachte mir, ich erzähle es euch…

Schöne Grüße, Gábor