SUBJECT>Re: 3 unbekannte Ascos POSTER>Gernot EMAIL>Gernot.Friebes@gmx.at DATE>1210273926 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>d91-128-188-1.cust.tele2.at PASSWORD>aaPBDgEtN9b5A PREVIOUS>138320 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Ingo,
danke erstmal deine kritische Nachfragen und deinen lehrreichen Beitrag.
: Passt eben nicht zu meiner Idee, deshalb die Nachfrage. Ich hatte Lachnum
: brevipilosum im Auge (Substrat, Haarform, Erscheinung, Sporengröße, dünne
: Paraphysen), dazu sind die Randhaare aber zu lang.
: Verstehe mich nicht falsch, manchmal, wenn man die Haare nicht isoliert und
: in dem Gemenge misst, liegen sie manchmal aufeinander und man hält zwei
: aufeinanderliegende für ein Haar und kommt dadurch zu größeren Werten,
: deshalb meine Nachfrage.
Das macht mich nachdenklich...werde den Fund nochmal unter die Lupe nehmen.
: Erschwerend kommt außerdem hinzu, dass die Lachnum-Apothezien nicht ganz reif
: sind. Da zum Beispiel zu messen, wie weit die Paraphysen die Asci
: überragen (was z. T. relativ konstant ist und gewichtig sein kann) hat
: beinahe keinen Sinn. Möglicherweise haben in zwei Tagen die Asci die
: Paraphysen im Bezug auf die Länge eingeholt, was ich bei deinem Fund stark
: vermute.
: Auch der Inhalt der Paraphysen weiß noch nicht so recht, wie er sich
: verhalten soll: manche fast leer oder mit einem deutlichen Tropfen, andere
: multiguttulat.
Ich habe die Fruchtkörper seit ein paar Tagen feucht gehalten und sie haben sich auch gänzlich geöffnet, erst dann hab' ich alles gemessen/fotografiert. Ich dachte mir, dass das Öffnen gleichzeitig auch bedeutet, dass die Fruchtkörper mehr oder weniger reif sind.
: 1. Du schreibst "Scheibe dunkler als
: weiß..."---> Welche Farbe? Grau oder Ocker oder Gelblich oder ganz
: andere Farbe?
Nur ganz wenig dunkler, mit einem Ockerton.
: 2. Ist außerdem irgendeine Verfärbung festzustellen, vielleicht im Alter oder
: bei Verletzung?
Nein.
: 3. Wie sicher ist der Lachnum-Becherling auf Buchenfrüchten die gleiche Art?
Sie gleichen sich makro- und mikroskopisch, ich gehe also davon aus.
: 4. Meinst du mit Buchenfrüchten die Bucheckern?
Ja.
: 5. Waren die Becherlinge in der Humus/Laubschicht zu finden oder wuchsen sie
: offener?
Eher offener. Einmal an einem extrem morschen, dicken Laubholzast an einem dünnen, wegstehenden Ästchen und einmal direkt daneben auf ziemlich frei liegender Bucheckern.
: Lachnum subvirgineum würde ich übrigens ausschließen: Sporen zu breit, Haare
: zu wenig kopfig, Inhalt der Paraphysen zu deutlich.
Ok, wieder was gelernt.
: Wichtig: Ist immer nur meine Meinung nach meinem geringen Wissensstand,
: Irrtümer sind deshalb nie ausgeschlossen und allgegenwärtig, da selbst in
: nicht endender Lernphase.
Kein Problem, lehrreich ist es allemal ;).
: P.S.: Etwas schade finde ich ja, dass Andreas dir scheinbar privat
: geantwortet hat. Hätte mich auch interessiert, was er für Gedanken zu
: deinen Becherchen hat.
Ich hab' mit ihm im Chat von www.pilzfotopage.de darüber gesprochen. Aber vielleicht meldet er sich ja nochmal.
Schöne Grüße
Gernot