SUBJECT>Re: Volumen, für was? POSTER>Ingo Wagner EMAIL>Ingo-Wagner-Pilze@t-online.de DATE>1215799696 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p5B285004.dip.t-dialin.net PASSWORD>aavW3SaZnV4Eo PREVIOUS>140864 NEXT> 140912 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Hallo zusammen,

: also ich halte diese Volumen- Masse für völlig unnötig!

: 1. Viele ovale Sporen sind nicht wirklich oval, z.B. Hilardepression, oder
: etwas nierenförmig, amygdaliform: Hier ist das doch ein Selbstbetrug, wenn
: man glaubt, etwas aussagen zu können.

: 2. Wenn die Bestimmung nur noch am Unterschied des Volumens messbar ist, kann
: man es ja sowieso vergessen und schreibt die Art lieber gleich synonym!

: 3. Heute weiss man, dass die Sporengrösse auch nicht soo kontant ist, wie man
: erst dachte, selbst die Ornamentationen sind das nicht.

: Wir müssen doch einfach anerkennen, dass es Artenkomplexe gibt, die eben auch
: praktisch keine Mikroskopischen Unterschiede haben. Dann passiert
: folgendes, gerade bei Ascomyceten oder Risspilzen: Man sucht krampfhaft
: nach minimalsten Unterschieden, um die Art definieren (oder rechtfertigen)
: zu können. Wie das in der Praxis aussieht, kennen wir alle; endlose
: Diskussionen!

: Vielleicht ergeben sich mit der Genanalyse genauere Aussagen, aber auch da
: glaube ich nicht alles, was geschrieben wird.

: Viele Grüsse, Markus

Hallo!

Markus spricht mir aus dem Herzen. Meines Erachtens werden mit der Volumenberechnung der Sporen nur kleine Abweichungen ins Unermessliche potenziert und gaukeln einem beträchtliche Unterschiede vor.

Viel wichtiger wäre (gerade bei Ascos) den Reifegrad der Sporen richtig einzuschätzen. Ich schätze mal, viele Artbeschreibungen entstanden nur deshalb, weil Frk./Ap. nicht reif waren!

VG Ingo W