SUBJECT>Re: Deine Entolomas … POSTER>Wolfgang P. EMAIL>Wolfgang.Pruefert@tee-online.de DATE>1219788430 IP_ADDRESS>p4FD45CD3.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaHjyl88e/Q8U PREVIOUS>143865 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: Hallo Wolfgang,
: da widerspricht aber meine Erfahrung, dass Saftlinge, Rötlinge,
: Wiesenkorallen und ähnliches, das landläufig als Magerrasenbewohner gilt,
: nicht selten in "Pionierwäldern" (artenreiche Laubgehölze mit
: Esche und Zitterpappel, auwaldähnlich) vorkommen. Das konnte ich schon des
: öfteren beobachten und auch H.-D. Zehfuß hat solche Beobachtungen gemacht.
: Interessanterweise sind diese Standorte gar nicht mal sooo nährstoffarm.
: Ich glaube nicht, dass der Wuchs auf stark verrottetem Buchenholz unbedingt
: bedeuten muss, dass der Pilz holzabbauend ist. Dichroum und placidum fällt
: für diesen Pilz definitiv aus, die kenne ich beide gut. Coelestinum
: dagegen nicht, glaube aber nicht so recht dran. Wäre schön, wenn Du den
: Fund untersuchen könntest und es würde mich nicht wundern wenn nachher
: lepidissimum rauskommt. Übrigens auch eine Art, die nicht selten in
: Wäldern und sogar in der Nadelstreu vorkommt ...
: beste Grüße,
: Andreas
Hallo Andreas,
hmmm, lepidissimum sollte nach Lit. einen polierten Stiel haben, oder?
Ich kenne weder lepidissimum noch coelestinum aus eigener Anschauung. Jedenfalls sollte man mikroskopieren, und die "typischen Holzbewohner" unter den blauen Rötlingen tun uns ja den Gefallen, sich von den "typischen Magerrasenbewohnern" auch durch das Auftreten von Schnallen zu unterscheiden (und hier wette ich auf Schnallen, was aber lepidissimum mit einschließt, der sich nach Noordeloos auch mal vom Holz auf einen Magerrasen verirrt...)
E. dichroum würde ich nicht kategorisch ausschließen, schau Dir mal das Bild in FE 5A, S. 1276 unten an.
Gruß,
Wolfgang Prüfert