SUBJECT>Re: Wie Steini's einsammeln? POSTER>Lamy EMAIL>der.kleine.wolf@gmx.de DATE>1220258476 IP_ADDRESS>62.225.37.72 PASSWORD>aaHSKq6MO/sWk PREVIOUS>144409 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Tschuls,
das ist ein leidiges Thema und wurde schon sehr oft hier im Forum diskutiert.
Du wirst hier nicht die EINE korrekte Antwort darauf finden. Entscheidend ist aber, das das Myzel möglichst wenig beschädigt wird.
So kann ich Dir hier auch nur mitteilen, wie ich es handhabe:
Pilze mit fester Konsistenz und dickem Stiel lassen sich meist leicht herausdrehen. Und dazu gehören junge Steinis i.d.R. Da würde man oft die Hälfte vom Pilz im Boden lassen, wenn man die nicht herausdrehen würde. Bei größeren Exemplaren oder sobald ich einen höheren Widerstand beim Drehen verspüre, wird hingegen immer geschnitten. Dann sieht man auch gleich, ob die Maden schon aktiv waren und kann ggf. Pilzabfälle gleich da lassen, wo sie hingehören: im Wald. Ob man die jetzt in ein Loch steckt oder einfach liegen lässt (was allerdings andere Pilzsammler dann sehen könnten), ist dabei denk ich unerheblich.
Falls sich jemand unsicher ist, ob er Pilze Rausdrehen oder Schneiden soll, rate ich immer zum letzteren, da das im Zweifelsfall sicherlich die "natürlichere" Variante ist (für das Myzel ist es sicherlich egal, ob ein ganzer Pilz oder nur ein Stielrest vergammelt). Ausnahme: Bei unbekannten Pilzen die man noch bestimmen möchte, sollte die Stielbasis erhalten sein, sie gibt oft wertvolle Hinweise zur Bestimmung (z.B. Knollenblätterpilze!). Hier gilt also: Pilz besser rausdrehen.
Gruß, Lamy