SUBJECT>Re: Wie kriegt man einen Baumpilz weich? POSTER>Violet EMAIL>ditte.bandini@adw.uni-heidelberg.de DATE>1232913925 IP_ADDRESS>p57A5C7A7.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa.GV2WiGw4og PREVIOUS>156021 NEXT> 156027 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Hallo Ditte,

: vergiss es! Der kluge Mensch mikroskopiert Mollisia - zu deutsch
: "Weichbecherchen". Da braucht man nicht für jeden Schnitt drei
: Rasierklingen und sieht trotzdem nix! Trotz mehrtägigem Einweichen in
: konzentrierter Kalilauge oder Schwefelsäure oder was die Porlingsfreaks da
: alles nehmen.

: Aber im Ernst, ich hasse gerade deswegen Porlinge. Man kann eigentlich nur
: versuchen ein möglichst kleines Stück unter dem Bino auf den Objektträger
: zu befördern, ihn dann mit zwei Nadeln zu zerzupfen und zwar am besten in
: verdünnter KOH, dann spülen und färben. Nicht so meine Art zu
: mikroskopieren, ehrlich gesagt, daher bin ich auch bekennender
: Porlingsüberseher.
: Aber vielleicht haben die Porlingsfreunde ja da noch Tipps, mich würde es
: jedenfalls auch interessieren ob man von den Teilen überhaupt Schnitte
: machen kann. Ich meine damit natürlich nicht ne Ceriporia reticulata,
: sondern wir reden hier schon von Phellinus robustus und solchen Teilen,
: gell!

: beste Grüße,
: Andreas

Jetzt mußte ich aber herzlich lachen, Andreas! Ich hatte dich schon fragen wollen, warum du Porlinge hasst, wo sie doch so hübsch sind und neben Schichtpilzen, A. mesenterica und Co. im Winter das einzige, was im kahlen Wald das Auge erfreut Nun weiß ich es! Und bin außerdem froh, dass es keine extradumme Frage war. Mollisias sind klein und dick? (so klingt jedenfalls der Name). Dick ist gut, klein weniger - dann sieht man sie nämlich nicht so gut :)) Und sie haben keinen Keimporus (Schniepel), nein? Morgen schau ich nach, was das eigentlich ist.
Sei lieb gegrüßt!
Ditte