SUBJECT>Cryptosphaeria lignyota ("Eckenscheibchen") POSTER>Seraph EMAIL>seraph_saphirus@hotmail.de DATE>1238679944 IP_ADDRESS>Pabca.p.pppool.de PASSWORD>aaAOsH9egrkHg PREVIOUS> NEXT> 158450 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

CRYPTOSPHAERIA LIGNYOTA (Fr.:Fr.) Auersw.






Makroskopische Beschreibung:
Fruchtkörper bestehend aus einem Periethezium, in der Rinde eingesenkt, 0,1-0,4 mm breit, kugelig bis tropfenförmig, schwarz, Spitze bricht aus der Rinde hervor und macht die Astoberfläche rau.






Mikroskopische Beschreibung:
Sporen 7-10x1,5-2 µm, elliptisch bis etwas wurstförmig gekrümmt, glatt, an beiden Enden abgerundet, ohne Tropfen (im Gegensatz zu vielen Arten der Gattung Eutypa!).
Asci achtsporig, unregelmäßig keulig mit verjüngter Spitze; Sporen unregelmäßig mehrreihig eingelagert.
Paraphysen keine beobachtet.

Standort:
An abgestorbenen, herumliegenden Ästen von Malus spec., gesellig bis rasig wachsend.

Verbreitung:
In der Nordeifel nicht selten, wird aber offenbar öfters mit Eutypa oder Eutypella verwechselt.

Systematik:

Cryptosphaeria lignyota erfreut sich weit weniger Bekanntheit als die häufigeren und auffälligeren Eckenscheibchen der "Nachbargattungen" Diatrype oder Diatrpyella. Diese brechen mit einem Stroma aus der Rinde hervor und sind somit augenfälliger als die sich unter der Rinde verkriechende Cryptosphaeria. Die Perithezien wachsen im Vergleich zu Eutypa oder Eutypella weit weniger rasig, sondern eher gesellig. Schneidet man die Holzoberfläche an, so erscheint kein Perithezienteppich, sondern einzelne, schwarze Hohlräume (=Perithezien). Es besteht weiterhin eine Verwechslungsmöglichkeit mit Arten der Gattung Diaporthe, deren Fruchtkörper beim Anschneiden oftmals eine deutliche Abgrenzung zum Holz zeigen und die sich mikroskopisch durch septierte und anders geformte Sporen unterscheiden. Findet man unter dem Mikroskop derart wurstförmig gekrümmte Sporen, sollte man sofort in Richtung Diatrypaceae blicken.

Beste Grüße,
Kazuya aka Seraph