SUBJECT>OT Bärlauchorgie (11 Bilder) POSTER>Thomas Pruß EMAIL>pruss@angelwoche.de DATE>1240994814 IP_ADDRESS>217.111.17.58 PASSWORD>aaufWtfIugoM. PREVIOUS> NEXT> 159556 159581 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Moin zusammen,
heute noch mal keine Pilze, die gibt es bei uns im Hohen Norden noch nicht. Dafür aber Grünzeug, in Sonderheit BÄRLAUCH, das geilste Gemüse westlich des Urals!
Wildentschlossen, uns mit Pesto und Bärlauchbutter einzudecken, enterten wir die unendlichen Bärlauch-Weiten im Lehmsieker Forst, eigentlich meinem erklärtermaßen Lieblings-Pilzwald:

Hier auch mal wieder auffällig, dass der Bärlauch um Nadelbäume (Lärchen und Sitka-Fichten) einen Bogen macht und kaum bis gar nicht im Traufbereich wächst.

Fleißiges Gemetzel:

Otto stinkt die Sache gewaltig …:

… aber als gleich darauf eine Maus davon huscht, ist der Duft schnell vergessen:

Bärlauchblüten:

Wenn jemand von euch weiß, wie man aus den Knospen „Kapern“ herstellt, wäre ich für das Rezept dankbar!

Und hier ein Bild aus der Rubrik „Grusel-dot-com“ und genauso schlimm wie eine Ladung Gifthäublinge zwischen Stockschwämmchen: Fließender Übergang zwischen Maiglöckchen und Bärlauch:

Kein Wunder, wenn da immer wieder Verwechslungen und –giftungen vorkommen. Am besten sammelt man Bärlauch mitten aus einem Bestand, denn da habe ich noch keine Maiglöckchen (oder Herbstzeitlose) gefunden.

Und nu’ ab zum „Schweinigeln“: Knapp 2 kg Bärlauch wollen fein gewiegt werden. Und wenn man damit fertig ist, ist die Küche für eine Grundreinigung fällig:

Vor dem Wiegen mit dem Messer grob zerteilen:

Konzentriertes Aroma:

Das fein gewiegte Grünzeug in einer Schüssel mit Pinienkernen, Parmesan, Salt, Pfeffer, Zitrone und Olivenöl vermengen – hmmm! – eine herrliche Schweinerei:

Übrigens: Wenn man das Olivenöl mit einem guten Schuss Kürbiskernöl kombiniert, bekommt das Pesto einen weicheren Geschmack.

So, beim nächsten Mal gibt es wieder Pilze, versprochen! ;-)

Grüßlis
Thomas