SUBJECT>Re: OT Bärlauchorgie (1 Antwortversuch) POSTER>Thomas Pruß EMAIL>pruss@angelwoche.de DATE>1240999937 IP_ADDRESS>217.111.17.58 PASSWORD>aaufWtfIugoM. PREVIOUS>159556 NEXT> 159559 159564 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Moin Markus,
mehrere Möglichkeiten kommen in Frage:
1. Wann hast du den Bärlauch gesammelt? Je später im Jahr, desto schlechter ist die Qualität. Für mein Empfinden war das letzte Wochenende, als die Blüten sich öffneten, so ziemlich der letzte Termin zum Pflücken.
2. Der Zauberstab, auch Rüttelwürger genannt, ist wirklich vollkommen ungeeigent und der Mörser auch. Man muss schon in den sauren Apfel beißen und mit dem Wiegemesser arbeiten. Damit wiegst du die Blätter fein, aber so, dass noch immer Struktur übrig bleibt. "Saurer Apfel" deshalb, weil das Wiegen eine schwißtreibende Angelegenheit ist.
3. Verschiedene Öle ausprobieren: Mit reinem Olivenöl ist das Pesto ziemlich "kalt" im Geschmack. Mit Kürbiskernöl oder auch Distelöl, Raps- oder Sonnenblumenöl bekommt man andere, teilweise "wärmere" (vollmundigere) Geschmäcker hin. Auch die Zutatenmenge, vor allem der Parmesankäse, spielen eine wichtige Rolle. Ich finde, dass feingemahlener Käse einen besseren Geschmack bringt als geraspelter. Auch mal verschiedene Hartkäse ausprobieren. Die Pinienkerne sollen geröstet werden, doch nur gaaanz leicht, sonst schmecken sie penetrant durch.
4. Fertiges Pesto in dicht schließende Schraubdeckelgläser sperren und im Kühlschrank lagern. Nach dem Öffnen recht zügig verbrauchen. Die Haltbarkeit des Pestos liegt bei kühler Lagerung und ungeöffnet bei ca. 3 Monaten.
5. Was machst du an der Ostsee und wo? ;-)
Grüßlis
Thomas