SUBJECT>Re: Lachnum fasciculare (inop. Asco) POSTER>Lothar EMAIL>lkrieglsteiner@t-online.de DATE>1243452517 IP_ADDRESS>p57A57D1F.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa6ahH/JejxQA PREVIOUS>161190 NEXT> 161195 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Ingo,
Nein, schon klar, ich nehme alles, wo der Name Velenovsky auftaucht,
: eigentlich allgemein nicht sehr ernst, dafür habe ich schon zu viel
: mitbekommen.
.... das würde ich eine Überreaktion nennen (siehe mein erstes Posting). Etliche von Veleonvskys Arten haben sich bestätigt: Beispiel was mir eben gleich einfällt: Antinoa juniperinella.
: Finde ich nicht: Du kannst auch nichtrötende Arten "altersbraun"
: (meist tot durch Trocknung und später wieder durch Feuchtigkeit
: rehydriert) finden.
.... Braun wird im Alter alles, auch wir *g* (solange es nicht politisch ist, ist es ja o.k.). Aber ob Velenovsky altersbraune Apothezien extra erwähnt hätte (... man weiß es nicht ...)
: Ja, aber nicht alles zugespitzte muss ja nadelförmig sein. Speziell die
: Sporen in dem jetzigen Fall könnte man mit etwas Fantasie bei Vollreife
: einpolig zugespitzt beschreiben (auch, wenn das übertrieben ist), sie aber
: als nadelförmig zu bezeichnen, das brächte wohl auch Velenovsky nicht
: über´s Herz.
.... da wäre ich mir wiederum nicht so sicher. Er hatte wohl nicht unsere heutigen Mikroskope und ein entsprechend kleines Bild. Da sind Sporen schnell mal schmal genug, um sie mit einer kleinen Nadel zu vergleichen.
: Da hatten ja auch andere namhafte Größen keinen Wert drin gesehen, was mir,
: ehrlich gesagt, bis heute immer noch nicht begreiflich ist.
.... nun ja - die meisten Leute haben damals wie heute keine frischen lebendigen Pilze angeschaut, sondern erst am Exsikkat (im Winter) Zeit gefunden für eine Untersuchung. Und da sieht man die Vakuolenguttulen nicht mehr. Und die Haken - nun ja, die kann man schon übersehen, wenn man nicht auf sie achtet.
: Nein, so wichtig ist es nun auch wieder nicht, obwohl ich mir schon
: vorstellen könnte, dass es die gleiche Art ist.
... Ich denke, dass die gleiche Art dabei ist, aber Velenovskys Beschreibung ein Konglomerat ist. Darauf deuten die breite ökologische Charakterisierung hin, ebenso die große Sporenvariabilität.
Ich lege den Becherling
: erst mal unter "Lachnum cf. fasciculare (Crataegus)" ab, mal
: sehen, wie die fasciculare an anderem Substrat so aussehen, falls sie mir
: mal unterkommen.
... ja, mach das mal :-)
Ich sag ja immer: einen Pilz (speziell Becherling) eindeutig bestimmen zu können, ist ein seltener Glücksfall.
: Hätte die Beschreibung gepasst, hätte ich den Namen genommen.
.... nur weil der Pilz "crataegi" genannt wurde?
Viele Becherlings-Grüße von
Lothar (der immer wieder meint, seinen Senf geben zu müssen, obwohl er eigentlich gar keine Ahnung hat :-) ...