SUBJECT>Re: Lauter fragliche.... POSTER>Lothar EMAIL>lkrieglsteiner@t-online.de DATE>1244052942 IP_ADDRESS>p57A53A8E.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa6ahH/JejxQA PREVIOUS>161589 NEXT> 161605 161613 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Pio - und Ditte,
also ich weiß nicht - ... ich möchte Ditte gerne rehabilitieren. Immehin hat sie einen starken Knoblauchgeruch festgestellt und ich glaube nicht, dass sie halluziniert (oder gabs vielleicht Spaghetti allio oglio? *g*). Aber Spaß beiseite - ich glaube, es ist kein Zufall, dass Du (Pio) die gleichen Pilze auch neben M. scorodonius gefunden hast. Die bekommen nämlich erst etwas später sehr dunkle Stiele, junge Fruchtkörper (und Dittes Pilz ist ja noch ganz klein) haben helle(re) Stiele. Junge, noch +- ganz durchfeuchtete Fruchtkörper sehen eben auch anders aus als ältere, teils oder ganz ausgetrocknete (Prozess von Alterung und Hygrophaneität kombiniert). Und so kann es eben sein, dass eine Art sehr unterschiedlich aussehen kann. Also: so lange mir keiner eine bessere Alternative hat, bleibe ich bei Dittes Deutung.
LG von Lothar

: Hallo Ditte,

: die Nr. 3 würde ich keinesfalls als Marasmius scorodonius (Mousseron)
: durchgehen lassen. Ich sammle jedes Jahr ein paar Hände voll davon, weil
: sie vorzügliche Gewürzpilze sind. Meine Großmutter hat mir früher mal
: erzählt, dass diese Pilze noch viel früher mal als richtig teure
: Gewürzpilze in Deutschland angeboten wurden.

: Von dem Stiel kann man ja nicht viel erkennen. Er sollte sehr dünn und
: ziemlich dunkel (schwarzbraun) sein. Auf jeden Fall stimmt die
: Hutoberfläche nicht. Die auf dem Bild sichtbaren radial nach außen
: verlaufenden "Speichen" mit großem Abstand (wie bei einem
: Regenschirm) sollten nicht vorhanden sein. Diese Sorte von Pilzchen habe
: ich auch schon öfter gesehen, mitunter auch an meinen Mousseron-Stellen,
: aber ich weiß nicht, was es für welche sind, habe mich auch nicht weiter
: dafür interessiert. Die Hutoberfläche ist je nachdem, wie alt das Exemplar
: ist und wie oft es schon mal geschrumpft und bei Regen wieder weitergelebt
: hat entweder relativ glatt oder unregelmäßig ein wenig
: "knitterig", Farbe orgendwo zwischen hellbeige (bei alten
: trockenen Exemplaren fast weiß) über beige bis bräunlich. Der Hut ist sehr
: dünn. So würde ich es jedenfalls aus meiner Erinnerung beschreiben. Der
: Geruch ist zumindest bei Feuchtigkeit extrem stark knoblig. Bei
: vertrocknetem Hut hilft ein Wassertropfen oder wenig Spucke sofort, um den
: Pilz zu identifizieren.

: Es gibt andere ähnliche Pilze, aber ich habe noch nie einen gefunden, der so
: stark nach Knoblauch riecht. Einzige mir bekannte Ausnahme wäre der große
: Knoblauchschwindling, den ein Bekannter vor längerer Zeit aus Tschechien
: mitgebracht hatte. Er hat damals einen Batzen davon getrocknet und die
: Tüte in seinem Koffer verstaut. Im Zugabteil sind die Leute dann fast
: abgekippt. Es entzieht sich aber meiner Kenntnis, ob man dieses Pilzchen
: auch kulinarisch einsetzen kann.

: Guck die mal ein Paar Fotos aus der Bildersuche bei Google an, da kann man
: die Oberfläche des Hutes ganz gut sehen.

: Viele Grüße - Pio