SUBJECT>laricina / nauseosa POSTER>Thüringer-Holz EMAIL>nicflex@gmx.de DATE>1245877673 IP_ADDRESS>a89-182-90-58.net-htp.de PASSWORD>aaWEm4xGMGE7o PREVIOUS>162871 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Andreas,
ich habe das Glück, das beide Arten im MTB 5032/4
in unmittelbarer Nachbarschaft
fruktifizieren. Nun habe ich es auch nicht glauben wollen und ja erst vor einigen
Tagen mir 2x4 Kollektionen nauseosa/laricina im Wechsel angeschaut.
Meine Beobachtungen:
R.nauseosa hat Stachelwarzen, die bis 1,6my abstehen und rein isoliert sind.
R.laricina hat stumpfe Warzen die max. 1 my hoch sind und
deutliche Verbindungslinen, dennoch ohne das ein Netz entsteht.
R.nauseosa hat multiseptierte Dermatozystiden, wenige Divertikel
R.laricina hat einfach max. zweifach septierte Dermatozystiden mit deutlich
mehr Divertikel.
An Meinem Standort ist R.laricina der Pilz mit mehr grün/oliv anteil
und bildet deutlich größere Fruchtkörper aus
R.nauseosa hat weniger grün, meißt purpurne Farben und ist fragiler.
Was mir makroskopisch deutlich aufgefallen ist:
R.laricina neigt wesentlich deutlicher zum "Grauen" am Stiel als
R.nauseosa!
Wenn der Fund von Uschi nun einfach septierte Dermatozystiden mit
vielen Divertikel hat - ja dann hast du so eine Übergangsform und man
sollte den Standort jährlich Beobachten oder verschiedene Schübe
mikroskopieren um sich dann nach einiger Zeit ein Bild machen zu können
und um den Fund dann erneut zu zuordnen.
Um den ganzen noch die Krönung aufzusetzten haben wir am Wochenende mit
Werner die 4.Art (cessans die 3. - aber nicht im Gebiet)
Russula ruberrima nachgewiesen. Foto im Anhang!
Eine von Romagnesi unverwechselbare Art, die lange ein Mysterium schien.
Sicherlich und sogar mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es Übergangsformen
wo man sich entscheiden muss oder der Fall unklar bleibt.
Liebe Grüße Felix