SUBJECT>Re: Kondensor-Frage POSTER>Peter EMAIL>p.reil@web.de DATE>1249033218 IP_ADDRESS>p549E69FB.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa8HyQcign6jM PREVIOUS>166143 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Jens

auch wenn ich selbst zum Kondensor mit der höheren Apertur raten würde, der beste Tipp ist, sich einmal einen solchen Kondensor auszuleihen um dann selbst die Unterschiede zu sehen(!). Dazu braucht man allerdings ein Präparat mit feinen Strukturen (z. B. Sporen von Russula mit feinen Ornamenten, oder ein Testpräparat mit Kieselalgen).

Das "Ausleihen" geht auf Tagungen problemlos, wenn jemand einen solchen Kondensor hat. Auch seriöse Händler sind bei einem Neuteil normalerweise dazu bereit. Bei Internetbestellungen gilt z. B. ein zweiwöchiges Rückgaberecht.

Das zusätzliche Immergieren des Kondensors mit Öl bringt theoretisch(!) bessere Auflösung. Bei der Pilzmikroskopie ist das jedoch unerheblich und nicht sichtbar. Selbst bei Testpräparaten (Kieselalgen) ist eine Verbesserung lediglich erahnbar.
Wenn jemand tatsächlich andere Erfahrungen haben sollte, dann wäre ich sehr an Vergleichsbildern (mit und ohne Immergieren des Kondensors) interessiert.

Eines sollte nicht unerwähnt bleiben: Die Entscheidung, welche Qualität brauche ich oder will ich, muss jeder für sich selbst treffen.

Freundliche Grüße

Peter

PS: Ich kenne auch nicht wenige Pilzfreunde, die mit weniger guter Optik deutlich(!) mehr sehen können, als andere mit Spitzengeräten!
Will heißen, es kommt in erster Linie auf die Person hinter den Okularen an.