SUBJECT>Re: Ribiselpilz POSTER>Ingo Wagner EMAIL>Ingo.Wagner.Pilze@googlemail.com DATE>1262379207 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>213.218.1.114 PASSWORD>aay4PP.EG25mc PREVIOUS>177966 NEXT> 177971 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: Hallo und allen hier ein gutes neues Jahr!
: Als fast ausschließlich Mitlesender möchte ich die pilzliche Sauregurkenzeit
: nützen und mal eine Anfrage posten. Die Sache ist zwar wahrscheinlich
: banal, aber ich möchte endlich etwas über einen seit langem in meinem
: Garten lebenden Pilz erfahren. Der Pilz, der für mich wie ein Baumpilz
: aussieht (Laienmeinung), lebt und gedeiht seit mehr als zehn Jahren an
: (in?, mit?) einem Ribiselstrauch (Weiße Johannisbeere) ohne dass der
: Strauch bisher einen Schaden genommen hat (sind denn Pilze wie dieser
: nicht alle Schmarotzer?), im Gegenteil, der Strauch erfreut mich Jahr für
: Jahr mit zahlreichen, köstlichen Früchten. Kann es sein, dass es sich um
: einen baumpilzähnlichen aber symbiontischen Pilz handelt oder ist es eh
: ein schmarotzender, der den Strauch nur geringfügig, also kaum merkbar
: schädigt?
: Zusätzliche Info: die Siedlung, in der sich der Garten befindet, liegt im
: nordöstlichen Wienerwald auf ca. 400m üdM. Direkt an den Garten grenzt ein
: Rotbuchen-Eichen-Mischwald. Im Garten befinden sich nur Obstbäume.
: Für eure Antworten herzlichen Dank im Voraus
: und Servus aus Wien,
: Herbert Berthold
Hallo Herbert!
Banal ist der nicht. Da hast du was im Garten, was wirklich nicht jeder hat. Der Pilz geht normalerweise an sehr alte Johannis-/Stachelbeersträucher (laut Lit. auch an andere Gehölze), und wo findet man die noch? Ist ziemlich sicher Phellinus ribis (Stachelbeer-Feuerschwamm).
Dass dein Strauch die Anwesenheit des Pilzes nicht übelnimmt, ist schon ungewöhnlich. Kein Symbiont!
VG Ingo W