SUBJECT>Re: Phellinus ribis POSTER>Till EMAIL>Till.R.Lohmeyer@t-online.de DATE>1262383991 IP_ADDRESS>pD9EEED01.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaojAZgLhYwU. PREVIOUS>177971 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo, Herbert,
das ist wirklich ein sehr fotogenes Vorkommen dieses Pilzes, der neuerdings oft auch in die Gattung Phylloporia gestellt wird. Oft sitzen die Fruchtkörper ganz weit unten und sind mit Gras überwuchert, sodass man sie kaum zu sehen bekommt. Aber in einem gepflegten Garten gibt es halt auch gepflegte Pilze ...
In meinem eigenen (weniger gepflegten) Garten konnte ich über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren von einem befallenen Strauch Beeren ernten, ohne dass eine erkennbare Minderung der Erträge auffiel. Die vom Pilz hervorgerufene Weißfäule ist also nicht besonders aggressiv.
Mit der Seltenheit oder Nicht-Seltenheit ist das so eine Sache. Bei Pilzexkursionen in Auwäldern finden wir die Art hin und wieder mal am Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) - aber die Hauptvorkommen an alten Stachel- und Johannisbeersträuchern liegen eben in Gärten, und die sind meist umzäunt. Insofern muss man von einer ziemlich hohen Dunkelziffer ausgehen, denn der normale Pilzsammler erfährt von solchen Vorkommen meist nur zufällig. Der Porlingsexperte Hermann Jahn aus Detmold war Lehrer und hat einmal seine Schüler aufgefordert, im familiären Garten nach dem Stachelbeerporling Ausschau zu halten. Prompt bekam er 9 verschiedene Fundstellen gemeldet.
Gruß, Till
: Danke für die rasche Antwort, Ingo!
: LG,
: Herbert Berthold