SUBJECT>Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze) POSTER>Andreas EMAIL>andreas@pilzkurs.de DATE>1266882842 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>88.130.169.162 PASSWORD>aa5zOhW9P9mIs PREVIOUS>179505 NEXT> 179541 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Helmut,
Deine Zweifel beziehen sich aber nur auf die Bilder 1-3, oder? Die beiden letzten sind doch (zumindest) makroskopisch typische I. fuscidula und wären für I. sindonia ausgesprochen untypisch, wenn nicht sogar unmöglich, oder sehe ich das falsch?
beste Grüße,
Andreas
: Servus Hias,
: so ist das mit dem Schlüssel bei Arten, die nur eine
: "08/15"-Mikroskopie aufweisen und auch makroskopisch keine
: besonders auffälligen Merkmale zu bieten haben. Da landet man dann bei
: fuscidula, flocculosa, rimosa usw.
: In diesem Fall müsste aber aufgrund der bräunlichen Stiele der Schlüssel
: woanders hinführen (tut er aber nicht). Fuscidula hat weissliche Stiele
: (aufgrund Überfaserung), die nur bis schwach gelblich werden.
: Rein vom Äußeren hätte ich eher I. sindonia vermutet. Dazu passen die Farben
: und die ausgeprägte Cortina. Nach Stangl und Kuyper sind jedoch die Sporen
: zu groß (dort nur bis 9,5 µm). Jedoch geben Bresadola (1930) und Alessio
: (1980) für die synonymisierte I. eutheles bis 10 bzw. bis 10,5 µm lange
: Sporen an.
: Zielführende Kennzeichen von sindonia sind für mich: - blasse, stumpfe
: Farbtöne, irgendwie "kittfarben"
: - ausgeprägte Cortina
: - "Waschküchengeruch" (Kartoffelchips-Geruch kommt in der Lit.
: nicht vor :-))
: - echte Kaulozystiden bis zur Stielmitte oder noch weiter herab
: - schlanke Hymenialzystiden, vor allem Pleurozystiden.
: Wie sind aus Deiner Sicht die Unterschiede der hier vorgestellten
: Kollektionen zu Deinen unkritischen Aufsammlungen von sindonia?
: Gruß
: Helmut