SUBJECT>Re: Rehköttel-Asco POSTER>nobi EMAIL>nobi.h@web.de DATE>1268427822 IP_ADDRESS>pD9EB524A.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaGKg6u.QgWyU PREVIOUS>179915 NEXT> 179933 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Ditte,

schön, dass Du immer mal wieder meine kleinen Lieblinge vorstellst. Schade nur, dass sich leider recht wenige Pilzfreunde mit diesen oft wunderschönen Pilzen beschäftigen! Vor allem mikroskopisch eröffnen sich einem da Welten. Aber ich schweife ab.

Zu Deinem Fund. Ascobolus lignatilis ist das sicher nicht. Der hat deutlich zuspitzende (fusiforme) Sporen, außerdem schön gelb-grüne Apothecien (wie A. furfuraceus), ist breit gestielt und recht groß (5-8 mm sind keine Seltenheit).

Ich halte die Pilzchen für schon ältere Fruchtkörper von Ascobolus sacchariferus, was sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch gut hinkommt. Jung sollten die Apothecien allerdings rein weiß sein. Der Pilz ist recht häufig an Wildlosung zu finden, Rehkötteln sind eines seiner bevorzugten Substrate. (Ich hab' ihn übrigens zur Zeit ebenfalls in Kultur, allerdings an Hasenkötteln.)

Ellis & Ellis ist ein wunderbares Buch; es fehlen allerdings viele Arten, so dass man beim Schlüsseln sehr vorsichtig sein muss. Man kann sich damit durchaus einer Art nähern, aber wirklich bestimmen kann man damit in der Regel nicht.

Beste Grüße vom Nobi