SUBJECT>Re: Lasiobolus auf Kaninchenlosung POSTER>nobi EMAIL>nobi.h@web.de DATE>1270502530 IP_ADDRESS>pD9EB3FB9.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaGKg6u.QgWyU PREVIOUS>180700 NEXT> 180715 180716 180719 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Martin,

solch schöne Dokumentation verlangt förmlich nach einer Antwort!

Die Gattung Lasiobolus ist natürlich richtig. Lasiobolus lasioboloides ist das allerdings nicht. Dieser hat u.a. viel zartere Seten, kürzere und biseriate Asci sowie subglobose Sporen. Ich halte Deinen Fund eher für Lasiobolus intermedius, zu dem die Mikromerkmale prima passen. Die Art finde ich vor allem an Wildlosung (Wildschwein, Reh, Hirsch). Keine häufige Species, die man bei gezielter Suche aber doch gelegentlich finden kann. L. lasioboloides dagegen kenne ich nur von zwei südeuropäischen Aufsammlungen.

Die beste Literatur zur Gattung ist wahrscheinlich immer noch:
Bezerra, J.I. & J.W.Kimbrough (1975): The genus Lasiobolus
Can.J.Bot. 53: 1206-1229

Bei dem benachbarten Ascobolus würde es mich nicht wundern, wenn sich dieser als A. sacchariferus zu erkennen gäbe.

Und zu guter letzt: Die Kötteln stammen vom Reh. Kaninchenlosung ist eher kugelig bis abgeflacht kugelig und von anderer Konsistenz.

Beste Grüße vom Nobi