SUBJECT>Drei Fragen an Röhrlingskenner POSTER>Violet EMAIL>Ditte.Bandini@gmx.de DATE>1280831963 IP_ADDRESS>fels-94.adw.uni-heidelberg.de PASSWORD>aa.GV2WiGw4og PREVIOUS> NEXT> 187288 187290 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Liebe Röhrlingskundige, ich habe hier drei verschiedene Röhrlinge.
Vermutlich handelt es sich bei den ersten beiden um nur ungewöhnlich gefärbte gewöhnliche Röhrlinge, nämlich zum einen Boletus luridus und zum anderen Xerocomus chrysenteron. Aber ich wollte sie doch wenigstens euch zeigen:
Hier also Boletus luridus(?). Der ganze Fruchtkörper färbt sich blau, Stielbasis innen rot, Röhrenboden hellgrau (zumindest inzwischen). Wuchs auf Löss bei Boletus aestivalis am Wegrand, Nähe Buchen. Irritiert hat mich das extrem dichte rote Netz, fast ohne dass man dazwischen die Stielfarbe sehen kann, sowie der ungewöhnlich knollige Stiel.
Nummer zwei: Zwei der Pilze wuchsen seitlich aus morschen Baumstümpfen heraus.
Seht ihr in ihm auch chrysenteron, einfach nur ein wenig ungewöhnlich? Alle drei waren nicht größer als ca. 5 cm.
Und hier nun der dritte, der leider nur noch ein Fragment ist. Allerdings habe ich dieses Fragment so gut es ging noch mikroskopiert, weil mir die Röhren für eine Ziegenlippe erstens zu gelb und zweitens die Poren zu eng erschienen und die Hutfarbe zu dunkel. Die seltsame Form der Cheilozystiden scheint mir zudem auch für den Pulveroboletus gentilis, den goldporigen Röhrling zu sprechen. Der Pilz bleibt in der Farbe völlig unverändert. Standort auf Löss bei Buchen.
Kann den P. gentilis einer von euch bestätigen oder geht das mit diesem Fragment nicht mehr?
Zum Vergleich hier die Unterseite einer Ziegenlippe:
Und hier die Mikro-Zeichnung:
Für Hinweise wie immer sehr dankbar!
Liebe mittägliche Grüße
von Ditte