SUBJECT>Re: Hexeneier im Buchenwald POSTER>pilzthomas EMAIL>thomas.homm@t-online.de DATE>1283677089 IP_ADDRESS>p4FCCAAEF.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaT6gtYs7TYL. PREVIOUS>191652 NEXT> 191812 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Albero,
meine Vorredner haben ja schon das Blümchen benannt:
Maianthemum bifolium, das Schattenblümchen. Ist typisch für bodensaure Buchen- und Eichenwälder und kann dort besonders an Böschungen, wo das Laub weggeblasen wird, große Bestände bilden. Es vermehrt sich durch Ausläufer. Ist übrigens - wie das Maiglöckchen und der Bärlauch - trotz der Blattform eine Einkeimblättrige Pflanze. Ist giftig!
Die Hexeneier habe ich schon oft gegessen. Den Glibber mache ich aber ab (sonst ist mir das zu "haute cuisine" mäßig). Mit etwas Übung geht das ganz gut, wenn man von der Spitze her eine Schnitt bis gerade auf die olive Gleba rundum führt und dann die von zwei Häuten eingefasste Gelmasse nach unten abpellt.
Zurück bleibt das, was beunruhigend an ein verfärbtes Kleinsäugerhirn erinnert.
In Scheiben geschnitten als Sologericht schön angebraten hat es etwas von "Rohgerösteten". Joghurt-Dipp oder Kräuterquark dazu, viola! Ein Gericht, dass auf Grund seiner herben Exotik für Furore im Bekanntenkreis sorgen sollte.
Schönen Tag noch
Thomas