SUBJECT>Re: Sporen gemessen POSTER>Schnuffel EMAIL>gerh.guth@t-online.de DATE>1319271277 IP_ADDRESS>p5DC6B68D.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaZxXjiPdkil2 PREVIOUS>213890 NEXT> 214139 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Schätzen versus Messen!

: Nun gebe ich einfach einmal zu, dass ich mit O. onotica liebäugle. Wenn ich
: nun richtig gemessen hätte und die Werte richtig interpretiere, passt das
: aber nicht – und schlimmer noch: alle in dem französischen Schlüssel von
: MORNAND und COURTECUISSE gelisteten Arten sind nicht zur Deckung zu
: bringen.

: Ratlosigkeit!

Hallo Heiko,

das würde ja gut zum Eselsohr passen, wenn Du nicht den beliebten Anfängerfehler gemacht und dokumentiert hättest: Messung unreifer Sporen im Ascus. Ob bei korrekter Messung von reifen, aus dem Ascus ausgeschleuderten Sporen Werte von 18-20 x 9-10 µm herauskommen würden, ist nicht vorauszusehen. Ich halte Deinen Öhrling nämlich für den Nadelwald-Öhrling (Otidea abietina). Dafür spricht seine Kleinheit und der Biotop.
Bei der Sporenmessung ist grundsätzlich zu beachten, dass reife Sporen eines Abwurfpräparats gemessen werden. Besonders bei den Schlauchpilzen gibt es deutliche Unterschiede, wenn die Sporenmessung in Wasser oder in KOH und mit Frischmaterial oder Exsikkaten durchgeführt wird. Deshalb findet man in Pilzbüchern oft größere Abweichungen, besonders wenn die Autoren selbst gemessen und nicht abgeschrieben haben.

Guß - Schnuffel