SUBJECT>Re: Inocybe lacera var. helobia POSTER>Helmut EMAIL>helmut.zitzmann@t-online.de DATE>1319311507 IP_ADDRESS>188-193-32-105-dynip.superkabel.de PASSWORD>aaSAs4zsjRx1M PREVIOUS>214118 NEXT> 214197 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Servus Jürgen,
I. similis Bresadola (nicht sensu Kühner!) gilt als eigenständige Art, während lt. Kuyper 1986 (u. a.) I. similis sensu Kühner ein falsch interpretierter Name für I. brunneotomentosa war. Diesem war z. B. Stangl 1971 (Z. Pilzk. 37) damals auch gefolgt, da nannte er I. brunneotomentosa noch I. similis.
Da Gminder als Synonym I. rufobrunnea Favre führt, beziehen sich seine Angaben also auf die "echte" I. similis. Allerdings nennt er Fundnotizen von Haas aus Parkanlagen, die zumindest nach der Ökologie zu I. brunneotomentosa passen würden - und damals hatte ja auch Stangl den (falschen) Namen I. similis gewählt.
Im Krieglsteiner'schen Verbreitungsatlas von 1991 gibt es für Bayern einen Fundpunkt von I. brunneotomentosa, für BaWü keinen, bei I. similis ist es umgekehrt. I. similis habe ich noch nicht in meiner Funddatei, dafür aber 6 Aufsammlungen von I. brunneotomentosa aus 5 MTB.
Es wurde Zeit, dass der mal (wieder?) im Südwesten auftaucht. Dein Fund dürfte also damit der erste sicher belegte Nachweis der Art in BaWü sein (die Haas'schen Fundorte sind offenbar zerstört, ob ein Herbarbeleg existiert, weiß ich nicht). Bei gezielter Nachsuche in Parkanlagen und ähnlichen Habitaten dürfte er aber öfter zu finden sein.
Gruß
Helmut
: Hallo Gernot und Helmut,
: herzlichen Dank für euere Hilfe! Ich glaube auch, dass es diese Art ist. Da
: passt jetzt einfach alles (gut, der Sporenquotient - ich werde da mal noch
: ein paar Sporen mehr vermessen). Laut Gminder ist dann diese Art für BW
: noch gar nicht nachgewiesen, kann das sein? Gminder nennt Inocybe similis
: Brasadola (non ss. Kühner, Moser), das wird aber wohl kein Synonym sein,
: oder?
: Grüßle
: Jürgen