SUBJECT>Inocybe glabrescens POSTER>interhias EMAIL>matthias@interhias.de DATE>1329929395 IP_ADDRESS>p549A3307.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaSvELJZ3I91s PREVIOUS> NEXT> 219189 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo nochmal,
wie ihr euch vielleicht erinnert, hatten wir letztes Jahr an selber Stelle eine Diskussion über den Artenkomplex I. glabrescens/metrodii/abietis.
Wenn mich nicht alles täuscht, habe ich in der letzten Saison erstmals eine Kollektion gefunden, die dem von Andreas V. fotografierten in GpBW5 abgebildeten Pilz entspricht – wenn auch aus einem völlig anderen Biotop (Park mit Laubbäumen):
Inocybe cf. glabrescens Velen.
Steckbrief: glattsporige Marginata mit grob befaserten, recht lebhaft gefärbten Hüten.
Zur Bestimmung: nicht ganz klar; Aquarell bei Stangl und Foto in GpBW5 passen sehr gut; auch die mikroskopische Beschreibung, die Kuyper gibt, passt akzeptabel; Abweichungen gibt es zur mikroskopischen Beschreibung von Stangl (die sich wohl auf I. metrodii bezieht), der größere Sporen und kürzere Hymenialzystiden angibt; dazu kommt die Abweichung in der Ökologie, sowohl Stangl als auch Kuyper geben als Mykorrhizapartner Nadelbäume an; ein Fund von Jule (im PilzePilze-Forum gepostet) ist makroskopisch vergleichbar und wuchs ebenfalls bei Laubbäumen. Die Pilze haben keinerlei Ähnlichkeit mit den als I. abietis ss. Stangl bestimmten Aufsammlungen;
Funddaten: 20.06.2011; Fundort: MTB 7935-1-3-2, 570 m; Pullach, Heilmannstraße; im Heilmannpark, bei großer Hainbuche und (weiter entfernt) großen Eichen; gesellig (5 Fk);
Pleurozystiden: fusoid bis sublageniform, selten lageniform, kaum gestielt, eher spärlich beschopft, in KOH nicht reagierend, ca. 57-66 x 14-20, Wandstärke am Bauch 0,5-1, am Hals 1,5-2,5; Cheilozystiden ähnlich, mit gut ausgeprägten Parazystiden durchsetzt, zahlreich:
Sporen: amygdaloid, Apex subkonisch bis konisch, mit Kallus, ab und an am Bauch mit Delle, ziemlich blass ocker, Maße: 8,7 x 5,2 (7-10,5 x 4,5-6), Q=1,69 (1,45-2,11):
Komplette Doku.
Beste Grüße