SUBJECT>Re: Kompost-Riesenschirmlinge POSTER>Gernot EMAIL>Gernot.Friebes@gmx.at DATE>1350513836 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>d91-128-126-94.cust.tele2.at PASSWORD>aaPBDgEtN9b5A PREVIOUS>228020 NEXT> 228032 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: ok...
: ich hab ja noch nie nach Schnallen gesucht... oder vielleicht einmal.

Da hast du außer anstrengender Arbeit nix verpasst. :-)

: Wenn es vielleicht eine südlichere? / konstant anders geschnallte Art
: "venenata" gibt und man das
: morphologisch / genetisch weiter untermauern kann, dann ist es vielleicht so,
: da kann ich nicht mitreden.
: Wenn nicht, dann ist es für mich erstmal ein "Phantom".

Ja, wer weiß ob es so etwas gibt. Vellinga schreibt selbst, dass alle von ihr untersuchten Belege von "M. venenata" am Ende doch irgendwo Schnallen aufwiesen. Ich hab die gleiche Erfahrung gemacht, ebenso anscheinend E. Ludwig (bin gerade zu faul das Buch rauszuholen aber er hat da so etwas geschrieben) und Thomas (Tomate). Um wirklich sicher zu gehen, dass ein Myzel Fruchtkörper ohne Schnallen ausbildet, müsste man junge wie alte Fruchtkörper über mehrere Wachstumsperioden und evtl. Jahre untersuchen. So viel Zeit und Muße hat wohl kein Mensch...

Das "Problem" bei dieser Geschichte mit den Schnallen ist ja hauptsächlich, dass M. venenata überhaupt erst als eigene Art abgegrenzt wurde, sie großen Bekanntheitsgrad erlangte und sich somit heutzutage kaum jemand traut, die Art ohne genetische Untersuchungen als nicht eigenständig anzuerkennen. Bei anderen Macrolepiota- und Chlorophyllum-Arten ist es ja längst bekannt, dass Schnallen innerhalb einer Art von vorhanden bis fehlend variieren können, also warum nicht auch einfach bei Chl. brunneum (zu welchem M. venenata dann zu stellen wäre)?

Schöne Grüße
Gernot