SUBJECT>Re: Gift-Riesenschirmling (Chlorophyllum brunneum) POSTER>Gernot EMAIL>Gernot.Friebes@gmx.at DATE>1350635181 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>d91-128-126-94.cust.tele2.at PASSWORD>aaPBDgEtN9b5A PREVIOUS>228137 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Jürgen,

: 1. Die Stielknollen waren alle schwach gerandet und im Querschnitt "eckig"

Sehen für mich trotzdem typischer für Chl. rachodes als für Chl. brunneum aus.

: 2. Die Unterseite der Stielknollen konnten ohne Verletzung nicht von Erdpartikeln befreit werden

Das ist doch bei den wenigsten Pilzen möglich. :-) Jedenfalls wüsste ich nicht, warum das eher für die eine oder die andere Art sprechen würde.

: 3. Alle Arten waren rel. kurzstielig (kleiner Hut/Stiel-Index).

Ein sehr variables Merkmal und vom Standort abhängig. Beide Arten können mal kürzer- und mal längerstielige Fruchtkörper ausbilden.

: 4. Die Cheilozystiden, selbst die birnförmigen waren nie breiter als 17 µm (von zwei Lamellenfragmenten zweier Exemplare ca 20 - 25 Cheilos vermessen).

Ja, hier kommen mir eher schon Zweifel, genauso bei deiner Aussage:

: 5. So gut wie alle Sporen sind truncat. Die, die abgerundet erscheinen, liegen schief!

Als hättest du eine Mischung beider Arten gefunden. An deiner Stelle würde ich einen Beleg sammeln (oder hast du bereits einen?) und dann Else Vellinga anschreiben. Sie hat sicherlich die größte Erfahrung mit dieser Gruppe und kann dir weiterhelfen. Das Ergebnis lässt du uns dann bitte wissen. :-)

Schöne Grüße
Gernot