SUBJECT>Re: Russula fragilis POSTER>jesko EMAIL>jesko.kleine@gmx.de DATE>1352847949 IP_ADDRESS>p5DD9F04D.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaS36LRlJMPC6 PREVIOUS>229358 NEXT> 229437 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: Ich gebe zu, R. atropurpurea passt noch besser zu den Merkmalen als R.
: fragilis. Aber wie ist dann die angegebene negative Guajak-Reaktion zu
: erklären?
Das Fragezeichen sollte man auch bei atropurpurea wegen fehlender Schärfe und fehlenden Apfelgeruchs ohnehin stehen lassen. Sarnari schreibt zur Guajakreaktion von atropurpurea "je nach Aufsammlung schnell oder langsam positiv". Das ließe einen gewissen Spielraum. Dazu kommt, dass unsere westlichen Nachbarn auch und gerade atropurpurea tüchtig auseinandergepflückt haben. Ob da wohl was dran ist ... ;-)
Wie die Faust aufs Auge passt bei dieser 1-Frk-Kollektion wohl nichts, liegt sicherlich an der Kälte. Optisch für mich atropurpurea, die Mikros passen auch. Bei fragilis gehen die Sporen in der Länge mindestens bis 10 und sind auch deutlich breiter. Felix hat ne ganze Menge Kollektionen von fragilis und näheren Verwandten (atrorubens-laccata-Komplex usw.; atropurpurea ist übrigens keine nähere Verwandte von fragilis) sequenziert, und auch diese Ergebnisse zeigen, dass fragilis eine großsporige Art ist.
Viele Grüße,
Jesko