SUBJECT>Re: Fragen zu einer indet. Dermea POSTER>pilzthomas EMAIL>thomas.homm@t-online.de DATE>1360925459 IP_ADDRESS>dyndsl-091-096-055-167.ewe-ip-backbone.de PASSWORD>aaT6gtYs7TYL. PREVIOUS>231196 NEXT> 231223 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Klaas,

: Aus den Bildern in meinem Kopf schließe ich aber, dass ich den Stamm nicht
: hätte umarmen können,
: daraus ergibt sich immerhin schonmal ein Durchmesser von > 50 cm.

P. padus ist mir spontan standordbedingt in den Kopf gekommen. Die Stammstärke > 50 cm hatte ich wohl überlesen. Ich hatte mich auf den Ast mit dem Moos drauf (evtl. Orthotrichum affine) bezogen, der durchaus was Prunus-artiges hat.
Die genannte Stammstärke spricht eher für Prunus avium (Vogelkirsche), aber das kannst Du ja noch feststellen (evtl. Foto vom stamm mit Rinde machen).

Sonst kommen bei mittlerer Stammstärke, wenn z.B. Siedlungs-, Garten- oder Obstbaubereiche in der Nähe sind, auch Wildlinge der diversen Plaumen/Zwetschgen/Mirabellen-Kultivare in Frage. Diese können aus Stockausschlag oder deren Sämlingen hervorgehen und sind meist Hybrid-Schwärme mit Beteiligung von P. cerasifera, weil diese als Unterlage für die edleren Früchte verwendet wird. "Halblinge" oder "Hobbit-Pflaumen", wie ich sie nenne, vielgestaltig: meist wie Mirabellen groß, von gelber bis roter Farbe, z.T. bereift, z.T. fade, wässrig oder sogar aromatisch und süß-saftig).

Auch Prunus serotina (bei uns im Nordwesten auf ärmeren Böden lästig) kann im Alter im Einzelfall relativ starke Stämme machen.

Viel Erfolg noch beim Bestimmen

Thomas