SUBJECT>Etwas rosa, etwas orange ... und völlig unerwartet *PIC* POSTER>jesko EMAIL>jesko.kleine@gmx.de DATE>1372192406 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p578FCF04.dip0.t-ipconnect.de PASSWORD>aaS36LRlJMPC6 PREVIOUS> NEXT> 233752 233765 233767 IMAGE>http://www.pilzepilze.de/forum/webbbs/userpics/pic233751.jpg LINKNAME> LINKURL>

Wenn man zu einem verlängerten Wochenende ins nordöstlichste Sachsen aufbricht, das ja im Wesentlichen die südlichen Ausläufer der nordostdeutschen Sandkiste bildet, dann rechnet man wohl kaum damit, einem sozusagen „echten“ Korallenpilz, also einer ektomykorrhizabildenden Ramaria zu begegnen. Und doch ist genau das eingetreten, nicht einmal beim Pilzesuchen, sondern beim Gang vom Badesee auf die Zeltplatztoilette...
Freilich fragte ich mich schon, welchen Pilzen der mit Roteichen gesäumte Wegrand in einem Wald mit Kiefer, Birke und Buche wohl zusagen würde. Ein Narzissengelber Wulstling stellte sich ein – ja, das passt. Pfifferlinge könnte es doch hier geben. Und da leuchtete es auch schon orange hinter der Roteiche hervor.
Nix Pfifferlinge, eine fette Ramaria mit frisch satt pink gefärbten Ästen! Mit meinen Korallenbestimmungskünsten ist es nun leider nicht weit her. Schmale Sporen, keine Schnallen, da bleiben wohl nur subbotrytis und fagetorum. Letztere soll in Buchenwäldern auf Kalk vorkommen. Buchen waren zwar am Standort, aber von einem Kalkbuchenwald hatte das Ganze wirklich wenig. Die Kristalle, die diese Art an den Rhizomorphen haben soll, habe zumindest ich nicht gefunden. Also Ramaria subbotrytis. Wer kennt die Art gut und weiß etwas über ihre Standortansprüche?

Viele Grüße,
Jesko