SUBJECT>Re: Lepista gilva = L. flaccida oder doch nicht? POSTER>Toffel EMAIL>LorSte05@web.de DATE>1390858908 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p54B39AE5.dip0.t-ipconnect.de PASSWORD>aaXfRi3yrFEsg PREVIOUS>241519 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Andreas und Peter,
: Und selbst wenn - ich habe noch nirgends eine Untersuchung unter Hinzuziehung
: von Gensequenzen gesehen, wo man dann im Ergebnis zu infragenerischen Taxa
: kommt.
: Entweder unterscheidet man dann auf Artebene oder gar nicht - so jedenfalls
: das was ich kenne.
: Ich denke - das hat man aber m. W. noch nirgendwo so explizit diskutiert -
: dass Varietät, Forma oder Subspecies durch die Gensequenzierung
: "flach fallen". So jedenfalls mein Eindruck.
soweit ich inzwischen weiß, lässt sich durch genetische Untersuchungen nicht der Rang der untersuchten Taxa ermitteln. D. h. das Ergebnis gibt lediglich Hinweise, ob die Aufsammlungen, aus denen die Sequenzen gewonnen wurden, eher nah oder eher entfernt ähnlich (also verwandt) sind. Hinzu kommt, dass auch die Auswahl der Sequenzen von großer Bedeutung ist. Es kommt auch vor, dass Taxa, die sich genetisch nicht unterscheiden lassen, von den Autoren dann doch aufgrund ökologisch oder morphologisch auffälliger Unterschiede zumindest auf Varietätsebene getrennt werden.
Nach meinen Erkenntnissen trennt die Mehrheit der Mykologen Lepista gilva und L. flaccida nicht auf Artebene.
Viele Grüße
Steffen