SUBJECT>Re: Hilfe: schm(w)ieriger roas Täubling ?? POSTER>jesko EMAIL>jesko.kleine@gmx.de DATE>1409092595 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p578FC1DF.dip0.t-ipconnect.de PASSWORD>aaS36LRlJMPC6 PREVIOUS>245347 NEXT> 245353 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Rika,
Du müsstest die Sporen in Melzer mikroskopieren, nur so kann man bei Sprödblättlern das Sporenornament auch mit dem Lichtmikroskop adäquat beurteilen. Bestimmte Feinheiten des Ornaments liegen praktisch an der physikalischen Grenze des Auflösungsvermögens von Lichtmikroskopen. Daher sorgt Melzer für den nötigen Kontrast. Die Beobachtung erfolgt dann grundsätzlich mit dem 100-er bei voll geöffneter Blende.
Neben Größenangaben zu den Sporen selbst solltest Du auch versuchen, in etwa die Höhe des Ornaments auszumessen – das ist ibs. in Subsektion Russula s.l. („Emeticinae“), um die es sich hier handeln könnte, ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Angabe sinnvollerweise in 0,25-μm-Schritten, Optionen sind bis 0,5, bis 0,75, bis 1,0, bis 1,25. Auch die Guajakreaktion ist wichtig, aber dafür dürfte es zu spät sein.
Solltest Du mit Melzer feststellen, dass die hohen Stacheln, die Du in Wasser siehst, durch niedrigere Grate netzig verbunden sind, könnte das Ganze in Richtung R. silvestris gehen. Eine Kontrolle der Huthaut und insbesondere der Form und Septierung der Dermatozystiden wäre ebenfalls sinnvoll. Das macht man am einfachsten in Kongo, aber in Subsektion Russula kriegt man z.B. auch mit Kresylblau gute Ergebnisse.
Viele Grüße,
Jesko