Re: Breitblaettriger Ruebling


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Gesendet von Markus H. am 16. Oktober 1999 um 19:09 Uhr:

Dies ist eine Antwort auf: Breitblaettriger Ruebling gesendet von Boris am 15. Oktober 1999 um 22:36 Uhr:

: : Lagern ist bei dem Pilz nicht drin, man kann ihn aber trocknen und zu Pilzpulver vermahlen. Dieses Pulver eignet sich dann vorzüglich zum aufbessern schwächerer Pilzgerichte (Breitblattrübling, Rotfuß, Schmierröhrlinge, usw.)
: : Guten Appetit
: : Markus H.

: Hi, Markus. Du isst Breitblattrueblinge? Nach der neusten Literatur sollen die ja schwach giftig sein, noch nie Probleme damit gehabt?

: Frei nach Paracelsus habe ich ja selbst schon schwach giftige Arten (Holzritterlinge, Amanita gemmata etc.) ins Mischgericht mit aufgenommen, wenn der Wald nix besseres hergab. Das Breitblatt scheint wohl auch so ne Art an der Grenze zwischen Sein und Nichtsein zu sein.

: Schmeckt er wenigstens? Die zaehe Konsistenz hat mich immer abgeschreckt...
: Aloha, Boris


Hi Boris !

Zum Empfehlen ist der Breitblattrübling nicht. Aber es gibt Jahre (wie dieses) wo sämtliche Frühjahrspilze (Märzschneckling, Schildrötling, Mairitterling, Morcheln) komplett auslassen und dann ist der Breitblattrübling Anfang Juni der erste erscheinende Speisepilz.
Da er fast immer in Massen auftritt, ist auch das Sammeln eine Freude (Man nimmt nur die allerschönsten). Zuhause muß er dann feinblättrig geschnitten werden, und dann wird Suppe daraus gemacht, die man mit Pilzpulver (z.B. Schopftintling) aufbessert.
Vertragen hab ich ihn bisher eigentlich immer recht gut. Der Geschmack (ohne Pilzpulver :-)) ist ein wenig schwach und v.a. bei schon älteren Exemplaren leicht muffig. Ganz junge Ex. ähneln im Geschmack etwas Amanita spissa (der ja dann Mitte Juni kommt).
Probier ihn mal und schreib deine Meinung.

Grüße
Markus H.


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