Re: Butterpilz


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Gesendet von Boris am 26. Juli 1999 um 14:29 Uhr:

Dies ist eine Antwort auf: Re: Butterpilz gesendet von Georg Müller am 26. Juli 1999 um 14:07 Uhr:

: Die Fälle sind in der Literatur dokumentiert und sicher nicht auf die angeblich allgemein zunehmende Schadstoffbelastung
: (die im übrigen seit Jahren rückläufig ist) zurückzuführen.

Hi, Georg!

Nur mal aus reiner Neugier: Wie viele verbürgte Fälle sind bereits aufgetreten, prozentual umgerechnet auf die Anzahl der potentiellen Butterpilzesser (Die ja eine ganze Menge sind, viele sammeln ja nur Röhrlinge, und von denen sammeln nochmal viele ausschliesslich Steinpilze, Maronen und eben Butterpilze...) Wieviele Todesfälle?

Ich will die Gefahr von nachweislich halbgiftigen Pilzen wie der Frühjahrslorchel oder den Krempling (die Todesfälle verursacht haben) nicht verharmlosen, aber auch keine Panikstimmung schüren. Im übrigen ist durchaus möglich dass genug andere Röhrlinge mit gelatinöser Huthaut oder auch der Samtfußkrempling (der in Frankreich gelegentlich gegessen wird), dieselbe Erkrankung hervorrufen können aber so selten, dass sie einfach noch nicht erkannt wurde.

Im übrigen tritt das Paxillus-Syndrom
1) bevorzugt bei Leuten auf die jahrelang denselben Pilz in grossen Mengen verspeist haben.
2) gewöhnlich nach mehrfachem Unwohlsein nach Pilzmahlzeiten auf. Der schwere immunhämolytische
Anfall tritt gewöhnlich nicht von heut auf morgen auf, vielmehr ist eine andauernde Sensibilisierung
erforderlich.

Also ein Auge aufsperren und die Warnzeichen des Körpers beachten. Ich habe schon von ähnlich spektakulären
Allergien gegen bestimmte Nußeiweiße gehört.

Schöne Grüße, Boris





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