Gesendet von Georg Müller am 27. Juli 1999 um 11:13 Uhr:
Dies ist eine Antwort auf: Re: Butterpilz gesendet von Boris am 26. Juli 1999 um 14:29 Uhr:
: : Die Fälle sind in der Literatur dokumentiert und sicher nicht auf die angeblich allgemein zunehmende Schadstoffbelastung
: : (die im übrigen seit Jahren rückläufig ist) zurückzuführen.
: Nur mal aus reiner Neugier: Wie viele verbürgte Fälle sind bereits aufgetreten, prozentual umgerechnet auf die Anzahl der potentiellen Butterpilzesser
:(Die ja eine ganze Menge sind, viele sammeln ja nur Röhrlinge, und von denen sammeln nochmal viele ausschliesslich Steinpilze, Maronen und eben Butterpilze...)
: Wieviele Todesfälle?
Es sind in der Tat nur eine Handvoll Fälle bekanntgeworden. Keiner davon mit Todesfolge.
Aber: Auch der Kahle Krempling galt lange als essbar!!
: Im übrigen tritt das Paxillus-Syndrom
: 1) bevorzugt bei Leuten auf die jahrelang denselben Pilz in grossen Mengen verspeist haben.
Kann sein, kann aber auch nicht sein. Allergische Reaktionen sind heimtückisch.
So ist der einzig bekannte Fall bei dem ein Profimykologe an einer Pilzvergiftung starb,
auf den Kahlen Krempling zurückzuführen. Es war dies der bekannte Täublingsforscher
Julius Schäffer, der Ende der 40er Jahre nach dem Genuss einer Kremplingsmahlzeit an
einem allergischen Schock starb.
Georg.