Gesendet von Boris am 01. Dezember 1999 um 14:05 Uhr:
Dies ist eine Antwort auf: Re: Notwehr im Wald gesendet von MUFTI am 01. Dezember 1999 um 13:23 Uhr:
: Tiefe Fleischwunden wirst Du damit kaum
: verursachen koennen (im Gegensatz zum Schreckschuss).
: Ausser Du zerschlaegst die Flasche an deinem Backstein
: und benutzt den gezackten Flaschenhals (aber warum ?).
Aus dem gleichen Grund warum ein ertappter Schwerkrimineller im Wald mit dem Springmesser auf mich losgeht: Desperation!
Der Nachteil von Nahkampfwaffen ist, daß man den Feind erst mal an sich heranlassen muß, und ein professioneller Schläger gewinnt dann leicht die Oberhand. Auch Frauen sind im Nahkampf oft kräftemäßig unterlegen. Eine Gaswaffe oder zur Not auch -Dose hat den Vorteil, daß man so einen Konflikt frühzeitig abwenden kann.
In der Hand eines verzweifelten Menschen kann ALLES zur Waffe werden. Mit einem Schlag gegen die Schläfe oder frontal gegen das Nasenbein könnte ich unter Umständen sogar einen Angreifer mit meinem Backstein töten. Und dann wäre da ja noch mein Pilzmesser...
Der Vorteil einer Gaswaffe ist, daß man seinen Gegenüber damit schon aus größerer Entfernung außer Gefecht setzen, und damit unter Umständen eine tödliche Eskalation eher abwendet als provoziert. Hängt natürlich von der Ernsthaftigkeit der Situation ab. Auch bei der Abwehr von Tieren würde ich es vorziehen, es gar nicht erst zu einem Nahkampf kommen zu lassen...
Boris