Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra


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Gesendet von Birgit am 16. November 1999 um 15:04 Uhr:

Dies ist eine Antwort auf: Re: Vergiftungsfall mit Sambucus nigra gesendet von Thomas Pruß am 16. November 1999 um 14:08 Uhr:

: neee, da muß ich Dir heftig widersprechen – zumindest teilweise: Roh ist der Holunder zwar nicht giftig (es gibt eine giftige Holunderart, aber das ist der rote Holunder sowie eine Doldenpfalnze, die Beerenträgt, die dem Holunder ähnlich sehen – wie sie heißt, weiß ich nicht), sondern führt zu einer ausserordentlich effizienten „Darmputzete“.

Roher Holundersaft enthält meines Wissens nach ziemlich viel Oxalsäure und die wird als giftig angesehen (laut Buch sind die Giftstoffe organische Säuren, Gerbstoffe, ätherische Öle, in der unreifen Frucht: Blausäureglykoside (Sambucin)). Vergiftungserscheinungen: Magenbeschwerden, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfälle. Mein Freund hat seiner Mutter auch mal versehentlich frisch gepreßten Holundersaft gemacht mit den gleichen FOlgen wie bei Boris und seiner Mutter.
Daher soll man ja auch Rhabarber und auch Spinat nach dem Schießen nicht mehr essen. Oxalsäure ist ziemlich agressiv und macht z.B. aus eigener Erfahrung mit zu altem Spinat und Rhabarber die Zähne rauh und stumpf, scheint also sogar den Zahnschmelz anzugreifen.

Durch das Abkochen werden die Giftstoffe wohl zerstört.

Schöne Grüße

Birgit



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